Warum etwas über Ernährung schreiben? Dose auf, Futter in die Schüssel. Oder mit dem Messbecher in den Futtersack, in die Schüssel, fertig. Tja, genauso habe ich früher auch gedacht und meinen Hund auch so ernährt. Über Zusammensetzung oder Inhaltsstoffe habe ich mir keine Gedanken gemacht. Warum auch? Die Futtermittel werden ja ständig weiterentwickelt, von Tierärzten kontrolliert und enthalten alles was der Hund so alles braucht. Ich würde auch heute noch Trockenfutter füttern, wenn mein Hund nicht krank geworden wäre. Nach einem halben! Jahr mit Antibiotika und Cortison-Spritzen und diversen Salben, Tabletten, Ölen zum eingeben und einreiben, hab ich dann den Tierarzt gewechselt. Leider zu spät! Akira´s Hautschäden waren schon sehr weit fortgeschritten, aber mein damaliger Arzt hätte nie zugegeben, dass er nicht mehr weiter weiß. Erst eine richtige „Landtierärztin“ die sonst eigentlich nur Kühe und Schweine auf die Welt bringt, hat mir einen Termin bei einem Hautspezialisten besorgt. Vielen vielen Dank noch mal an dieser Stelle!
Nach einem Allergietest kam heraus, dass Akira auf eigentlich alle Getreidesorten sowie Reis und Kartoffeln und um das ganze noch abzurunden auf Hausstaubmilben allergisch reagiert! Ich war so erleichtert, dass ich endlich wusste was mein Hund eigentlich hat! Das nächste Problem war, wie ernähre ich meinen Hund jetzt? Eigentlich war ich der Meinung, dass es total einfach sein muss. Rein ins Zoogeschäft, Futter gekauft und wieder nach hause fahren. Erst im Geschäft wurde mir klar, dass es ganz und gar nicht so einfach war! Denn in jedem Futter war Getreide! Teilweise bestand es fast nur aus Getreide und pflanzlichen und tierischen Nebenerzeugnissen! Ziemlich frustriert bin ich wieder gefahren. Mein Tierarzt hatte natürlich das passende Trockenfutter parat. Da ich aber wusste, dass diese Firma Tierversuche macht um ihr Produkt zu testen, war ich nicht sonderlich begeistert, aber vorerst half es ja. Trotzdem musste Akira noch immer Cortison-Tabletten gegen den schweren Juckreiz nehmen, der so stark war, dass sie sich Fell samt Haut vom Körper kratzte!

Bis mich eine Bekannte die ich in einem Forum kennen gelernt hatte auf die Idee brachte roh zu füttern. Also gleich wieder ins Fachgeschäft um die Tiefkühltruhe auszuräumen. Der Mitarbeiter hat mir gleich erklärt, dass ich das Fleisch unbedingt kochen muss, weil man es auf keinen Fall roh füttern darf. Ich hab mir das brav angehört und dann gleich meine Freundin kontaktiert um mir alle wichtigen Details erklären zu lassen. Hört sich am Anfang furchtbar kompliziert an, ist aber ganz leicht, wenn man mal „drinnen“ ist. Ich will hier jetzt keine Belehrungen von mir geben, aber die Rohfütterung ist das beste was einem Hund passieren kann! Außerdem hab ich Kontrolle darüber, was meine Hunde fressen und was ihnen gut tut!

Und so ganz nebenbei: Akira´s kahle Stellen im Fell, bei denen der Tierarzt meinte dass sie wahrscheinlich nicht mehr ganz verschwinden werden, sind nach fast einem halben Jahr wieder zugewachsen und wir brauchen keine Spritzen und Tabletten mehr! Ich bin so froh diese Möglichkeit entdeckt zu haben.


v.l.n.r.: Putenhals, Hühnerherzen, Hühnerhälse, Hühnerflügel

Akira und Dobby beim Verspeisen einer Lammwirbelsäule