Zuerst einmal vorweg: Kupieren ist heutzutage nichts anderes als Verstümmelung eines Tieres zur Erreichung eines Schänheitsideals! Die Argumente der verschiedenen Kupier-Befürworter ziehen heute längst nicht mehr. Wieviele der geworfenen Welpen sind heute noch in ihrem vor einigen Jahrzehnten gängigen "Berufen" tätig? Welcher Ausstellungshund muss zum Beispiel seine Schafherde vor Wölfen und Bären verteidigen? Ich bezweifle sogar stark, dass überhaupt die wenigsten Hunde die heute bei Ausstellungen auf den ersten Plätzen liegen dazu in der Lage wären ihren eigentlichen Zuchtzweck zu erfüllen. Oder können sie sich vorstellen, dass ein Yorkshire Terrier eine Ratte jagt und tötet?

Viele Jäger argumentieren damit, dass sich ihre Hunde bei der Jagd die Rute schwer verletzen, wenn sie z.B. in einen Fuchsbau eindringen und deshalb die Rute gekürzt werden muss. Irgendwie fehlt mir hier das Verständnis... Warum passiert dem Hund nichts, wenn der Schwanz ein paar Zentimeter kürzer ist? Und wann stürmt ein Vorstehhund einen Bau? Auf diese Fragen konnte mir bis jetzt kein Jäger eine Antwort geben. "Du kennst dich einfach nicht aus!" war noch das freundlichste was ich zur Anwort bekam.

"Es tut den Welpen ja nicht weh, die spüren in den ersten Tagen noch gar nichts!" Das ist ein ganz beliebter Mythos unter Tierhaltern die ihre Hunde kupieren lassen/lassen wollen. Hunde sind Säugetiere. Laut meinem Biologielehrer sind wir Menschen das auch. Glauben sie, dass ein Neugeborenes Schmerzen empfinden kann? Ja? Warum darf das ein anderes Säugetier nicht? Warum sprechen wir Tieren Gefühle ab? Egal ob es sich um Schmerzen, Trauer oder Freude handelt? Und warum maßen wir uns an, jemandem Schmerzen zuzufügen, weil uns das Ergebnis "gefällt"?

 

Die Interessensgemeinschaft APBT hat sich mit diesem Thema auseinander gesetzt und folgende Aktion ins Leben gerufen:

 

Auf folgenden Seiten kann man sich über das Österreichische Tierschutzgesetz und das Kupierverbot informieren:

Österreichisches TSchG